Festivalstimmung in den Münchner Kammerspielen: Die Gruppe ILV 9 war zu Gast beim Festival „Theater macht Erinnerung – Wie wir wurden, was wir sind“.

In Zeiten gesellschaftlicher Umbrüche suchten fünf eingeladene Schultheater‑Gruppen gemeinsam mit den Münchner Kammerspielen nach den Spuren der Vergangenheit in der Gegenwart. Die Ensembles beleuchten dabei viele Facetten: persönliche Biografien, jugendlichen Widerstand, Machtmechanismen und Fragen nach Identität.

Die 14 Viechtacher Schülerinnen und Schüler, die als Gäste am Festival teilnehmen durften, erlebten Tanz, Performance und dokumentarisches Theater und zeigten sich tief beeindruckt von den Produktionen. Auch durch die Teilnahme an Workshops konnten sie viele Inspirationen und Impulse für ihr eigenes Projekt „Geöffnete Akten – geöffnete Erinnerungen“ gewinnen.

Was mit einer Recherche am Bezirksklinikum Mainkofen zum Thema Euthanasie begann, wächst derzeit zu einer szenischen Collage Umsetzung von Texten, die die Jugendlichen in den Patientenakten gefunden haben.

Unterstützt werden sie dabei auch von Thomas Ritter, der in einem intensiven Workshop mit der Gruppe gearbeitet hat. Als Theaterlehrer am Gymnasium Haar bei München hat er sich bereits mit mehreren Inszenierungen zur Erinnerungskultur einen Namen gemacht.

Die Aufführung ist im Rahmen der Gedenkfeier für die Opfer der Euthanasie im Januar 2027 in Mainkofen geplant.

Bettina Wensauer und Kerstin Troiber