Woher kommen eigentlich die Gurken im Supermarktglas? Und wie sieht eine nachhaltige Landwirtschaft aus, die den Boden schont und die Umwelt schützt? Diesen und vielen weiteren Fragen gingen unsere Fünftklässler auf ihrer von den Lehrkräften Matthias Lehner und Verena Eckl organisierten Geographie-Exkursion im bayerischen Gäuboden auf den Grund.

Ein spannender Tag voller neuer Eindrücke, praktischer Versuche und kulinarischer Überraschungen wartete auf die Schülerinnen und Schüler.

Einblicke in den modernen Gemüsebau

Ein zentraler Anlaufpunkt war der Hof der Familie Unverdorben in Aholming. Mitten im Feld erfuhren die Kinder hautnah, wie der Anbau von Einlegegurken in der Praxis funktioniert.

Direkt vor Ort erklärte der Martin Unverdorben anschaulich, wie viel Arbeit, Pflege und Logistik hinter den Feldfrüchten stecken. Besonderes Highlight für die Klassen: Die frischen Gurken durften direkt vom Feld probiert werden – frischer geht es kaum!

Nachhaltigkeit zum Anfassen und Schmecken

Einen ganz anderen Ansatz der Bewirtschaftung lernten die Schülerinnen und Schüler im Biogartl in Neutiefenweg kennen. Hier drehte sich alles um das Prinzip der Solidarischen Landwirtschaft und das Konzept des Market Gardening.

Die Kinder durften nicht nur bei Bodenanalysen und kleineren Experimenten mitwirken, sondern belohnten sich auch mit einer frischen, gemeinsamen Brotzeit aus regionalen und hofeigenen Zutaten. So wird der Weg vom Beet auf den Teller direkt greifbar.

Blick in die Zukunft: Ökologie & Insekten auf dem Speiseplan

Im Infozentrum Isarmündung in Moos stand die heimische Ökologie im Mittelpunkt. Neben Einblicken in die Fluss- und Auenlandschaft richtete sich der Blick auch auf globale Zukunftsfragen: Unter dem Thema „Essen der Zukunft“ ging es um nachhaltige Ernährung und alternative Proteinquellen. Die Schülerinnen und Schüler erfuhren von Theresa Müller eindrucksvoll, welche zentrale Rolle unsere alltägliche Ernährungsweise für das globale Klima spielt. Angesichts einer stetig wachsenden Weltbevölkerung nimmt der Druck auf die Agrarflächen zu, während die Erzeugung tierischer Lebensmittel erhebliche Mengen an Treibhausgasen freisetzt und somit den Klimawandel direkt beeinflusst. Welcher Speiseplan schont also die Ressource Erde? Mutige Forscherinnen und Forscher durften im Anschluss sogar getrocknete Insekten und Algen probieren – eine nachhaltige Proteinalternative der Zukunft, die sicherlich noch lange im Gedächtnis bleiben wird!

 

Fazit

Der Tag zeigte eindrucksvoll, wie Geographie- und Biologieunterricht lebendig gestaltet werden können. Mit viel neuem Wissen über regionale Wertschöpfung, Bodenqualität und ökologische Zusammenhänge kehrten die Klassen nach Viechtach zurück.

Matthias Lehner