Eine nicht ganz alltägliche Begegnung erwartete am Montag viele Schülerinnen und Schüler unseres Gymnasiums: In jeweils 90-minütigen Vorträgen konnten sie ein Land kennenlernen, das im Schulalltag eher selten im Mittelpunkt steht – Uganda.

Der Vortrag fand in englischer Sprache statt und richtete sich an die Schülerinnen und Schüler der 6., 7. und 10. Klassen. Schon zu Beginn wurde deutlich: Es ging nicht nur um Fakten, sondern um echte Eindrücke, persönliche Erfahrungen und das Leben von Kindern und Jugendlichen in Uganda.

Timothy eröffnete den Vortrag und gab zunächst einen Überblick über die Geographie, Kultur und Lebensweise in Uganda. Besonders spannend waren seine Informationen zum Thema Schulbildung und Kindheit. Viele Zuhörerinnen und Zuhörer erfuhren dabei, dass Schule in Uganda nicht selbstverständlich ist. Da der Schulbesuch Geld kostet und die Gebühren dreimal im Jahr bezahlt werden müssen, können viele Familien es sich nicht leisten, ihre Kinder regelmäßig zur Schule zu schicken.

Ein besonderer Gast war Christine, die eigens am Vortag aus Uganda angereist war. Sie stellte ihr Land, aber vor allem ihre Organisation „Rainbow House of Hope“ vor. Diese Einrichtung unterstützt Kinder und Jugendliche, die sonst oft nur wenige Chancen auf Bildung und Ausbildung hätten. Im Rainbow House of Hope können sie je nach ihren Talenten und Interessen verschiedene Fertigkeiten erlernen. So bekommen sie die Möglichkeit, später mit ihrer Arbeit Geld zu verdienen und selbstständiger zu leben.

Besonders anschaulich wurde der Vortrag durch die vielen Gegenstände, die Christine aus Uganda mitgebracht hatte. Dazu gehörten selbst gefertigte Trommeln, bunte Röcke, Haarbänder, Schnitzereien und viele weitere handgemachte Arbeiten.

Nach den Vorträgen nutzten viele Schülerinnen und Schüler die Gelegenheit, Fragen zu stellen. Dabei zeigte sich, wie groß das Interesse an einem Land ist, das für viele zunächst weit entfernt wirkt, durch die persönlichen Erzählungen aber plötzlich sehr nah wurde.

Der Vortrag über Uganda war damit weit mehr als eine gewöhnliche Schulveranstaltung. Er öffnete den Blick für ein anderes Land, andere Lebensbedingungen und die Frage, wie wichtig Bildung für die Zukunft junger Menschen ist. Für viele war es sicher eine Begegnung, die noch länger in Erinnerung bleiben wird.

Melanie Hofmann