Ein gemeinsamer Start in einen neuen Lebensabschnitt

Viechtach. Wie auch schon in den letzten Jahren fuhren die 5. Klassen des Dominicus-von-Linprum Gymnasiums mit einigen Tutoren der 10. Klassen in die Jugendherberge nach Abtschlag zu den Kennenlerntagen. Unter der Leitung von zwei Lehrkräften, Miriam Pfättisch und Bettina Hecht, sollten sich die Schulanfänger mit Spiel und Spaß besser kennen lernen. Unter der Organisation der Tutoren ging es gleich nach der Ankunft auch schon richtig los. Nachdem bis Mittag zuerst einmal die Zimmer bezogen worden waren, konnten sich die Schüler bei schönem Wetter zwischen T-Shirt-Bemalen und Fußball im Freien entscheiden. Anschließend veranstalteten die Tutoren einige Gruppenspiele, unter anderem auch um das Namensgedächtnis der Schüler ein wenig zu schulen. Während draußen noch fleißig getobt wurde, stand man auch in der Küche nicht still. Hier wurde von den Tutoren bereits als Abendessen Spagetti Bolognese mit Salat zubereitet. Auch nach dem gemeinsamen Essen kehrte in Abtschlag noch lange keine Ruhe ein. Denn inzwischen wurde ein Lagerfeuer sowie Salzteig vorbereitet, den man anschließend in einer gemeinsamen Runde unter der Erzählung von schaurigen Gruselgeschichten über dem Feuer buk. Danach schloss sich noch eine kleine Nachtwanderung an, welche einigen Schülern eine ziemliche Gänsehaut bescherte, bis schließlich die 5a sich unter Aufsicht der Tutoren müde in die Betten fallen lassen konnte.

Am letzten Tag war nach dem Frühstück auch schon wieder Aufräumen angesagt. Nachdem unter strenger Aufsicht die Putzgruppen auch noch das letzte Chaos beseitigt hatten, musste schon wieder Abschied von der Jugendherberge genommen werden. Die Schüler der Klasse 5a waren auf alle Fälle vom Ausflug und auch von der Arbeit der Tutoren begeistert. So gefiel Daniel Achatz vor allem das Zusammensein am Lagerfeuer und die anschließende Nachtwanderung am ersten Tag besonders gut. „Auch der bunte Abend und vor allem die Theatervorführung war sehr lustig. Eigentlich war Abtschlag schon wieder viel zu schnell vorbei!“.

Nachdem am nächsten Tag auch noch die letzten mehr oder weniger wach ihr Frühstück vertilgt hatten, überraschten die Tutoren die fünfte Klasse mit gleich vier interessanten „Workshops“. Hier konnten sich die Schüler nun unter Leitung von je zwei Tutoren aktiv am Abendprogramm beteiligen. Die Entscheidung zu basteln, gesunde Snacks zu backen oder auch ein Theaterstück oder einen kleinen Tanz unter musikalischer Begleitung aufzuführen, fiel einigen nicht leicht. Als sich der Vormittag dem Ende zuneigte und manche älteren Schüler bereits wieder in die Küche verschwanden, versuchten viele noch sich draußen aufzuhalten, bis sie unter leichtem Nieselregen schließlich doch aufgaben. Nach dem Mittagessen (Schnitzel mit Pommes) wurden noch die letzten Vorbereitungen für den herbei ersehnten bunten Abend getroffen, bis es endlich soweit war. Jetzt gaben alle Schüler ihr Bestes: Nachdem die Bastelgruppe bereits mit Kuriosem, wie einem Kunstdöner, für Erstaunen gesorgt hatte, entlockte die Theatergruppe mit einer speziellen Vorführung des Klassikers „Herzblatt“ dem Publikum noch einige Lacher. Nun gab es noch zu Shakiras „Waka Waka“ eine aufwendige Tanzvorführung, wo wieder eine Gruppe ihr Können zeigte. Der letzte Workshop präsentierte anschließend noch seine gesunden Snacks, indem zu gesundem Obst und Gemüse eine schmackhafte Dip Soße vorbereitetet wurde. Zum Ausklang des Tages haben die Tutoren noch eine kleine Disco vorbereitet, wo sich alle vor dem Schlafengehen noch einmal so richtig austoben konnten.

Auch Elena Wanner aus der 5a gefiel Abtschlag sehr. „Das morgendliche Wecken mit der Vuvuzela war vielleicht nicht so toll und die Möblierung im Zimmer war auch ziemlich alt, aber ansonsten hat es richtig Spaß gemacht!“.
Die Tutoren waren ebenfalls mit dem Ausflug zufrieden. Johanna Gierl war außerdem von der Zusammenarbeit mit den Schützlingen überrascht. Es sei schade, dass das Wetter die letzten zwei Tage nicht mehr mitgespielt habe, aber ansonsten sei alles nach Plan verlaufen. „Dass ein paar Kinder Heimweh bekommen ist hier verständlich“.
Am Schluss gab es auch noch einmal ein großes Lob von den Lehrern an die Tutoren. Vor allem die Organisation, welche komplett von den Tutoren übernommen wurde, erfordere höchsten Respekt.

Auch wenn am letzten Tag jeder erschöpft nach Hause fuhr, hatte man sicher eine angenehme Zeit hinter sich. Zuversichtlich, dass man nun einen großen Schritt in Richtung Klassengemeinschaft getan habe, durfte dieser Ausflug von allen als Erfolg bezeichnet werden. Alles in allem hat das Dominicus-von-Linprun-Gymnasium also wieder einmal einen erneuten erfolgreichen Ausflug zu verzeichnen.