Mit freundlicher Genehmigung des Viechtacher Bayerwald-Boten veröffentlichen wir hier den Artikel von Andrea Maria-Rottler über die Austauschwoche vor den Faschingsferien:

Die deutsch-französische Freundschaft lebt. Dafür sorgen 24 Mädchen und Buben der 8. Klassen des Dominicus-von-Linprun Gymnasiums Viechtach, die in diesem Schuljahr am Austauschprogramm mit einer Schule im westfranzösischen Mirebau beteiligt sind. Jetzt waren  die  französischen Austauschschüler für eine Woche zu Gast, eine bereichernde Erfahrung sowohl für sie, als auch für ihre deutschen Austauschpartner und deren Familien, in denen sie lebten.

Mit viel Spannung und Neugierde wurden die Schüler aus Frankreich von ihren deutschen Partnern erwartet, als sie am letzten Freitagabend im Januar am Bahnhof Plattling ankamen. Das Wochenende verbrachten die Jugendlichen dann  jeweils in ihrer deutschen Gastfamilie, lernten sich näher kennen und machten Ausflüge und Spiele.

Am Montag besuchten die Franzosen   den  Unterricht am Dominicus-von-Linprun-Gymnasium und beantworteten Fragen der deutschen Schüler, bevor sie gemeinsam mit ihren Austauschpartnern unter der Leitung von Sonja Petersamer bayerische Tänze lernten. Einer der Höhepunkte des Aufenthaltes war der Besuch des Arbers, den die Gastschüler am Dienstag zusammen mit Schulleiter Martin Friedl, Lehrkraft Andrea Kaufmann und den französischen Lehrerinnen Héloïse Meunier, Charlotte Bourdil und Marion Fontaine eroberten.

Nicht nur der strahlende Sonnenschein und die gute Aussicht bis in die Alpen, sondern vor allem der viele Schnee begeisterte die ausländischen Schüler, in deren Region es nur selten winterliche Verhältnisse hat. Bereits bei der Gondelfahrt auf den König des Bayerischen Waldes hatten alle viel Spaß. Mit Schneeschuhen machten sie sich auf den Weg zur Chamer Hütte, wo sie sich mit einem  bayerischen Mittagessen stärkten, um danach  auf Holzschlitten nach Bodenmais hinabzusausen.

Am Mittwoch hieß es für die deutschen und französischen Schüler: Auf in die Landeshauptstadt. In München erkundeten sie gemeinsam mit Mittelstufenbetreuerin Stephanie Wechsler die prachtvolle Residenz und gestalteten selbst eine kurzweilige Stadtführung in französischer Sprache. Auch die Feldherrenhalle, die Frauenkirche, der Marienplatz und der Viktualienmarkt beeindruckten die Jugendlichen. Anschließend durften die Kinder die Innenstadt auf eigene Faust erkunden und Souvenirs  besorgen.

Am Donnerstag machten die Gäste einen Ausflug nach Bodenmais, wo sie die Glaswelt entdecken konnten und sich mit viel Begeisterung beim Glasblasen versuchen durften. Der Nachmittag wurde meist noch für kleinere Unternehmungen und Ausflüge in der Region genutzt, bevor am Abend am Gymnasium die große Abschiedsparty stattfand. Dort wurde gemeinsam getanzt, gespielt, vom reichhaltigen Buffet geschlemmt und es wurden viele Fotos zur Erinnerung gemacht.

 

 

 

Mit schwerem Herzen nahmen die Schüler am Freitagmorgen am Bahnhof Gotteszell oder Plattling voneinander Abschied. In  der kurzen Zeit des Aufenthaltes  wurden viele Berührungsängste abgebaut und es hatten sich schnell Freundschaften entwickelt. Diese werden nun digital gepflegt, bis die Viechtacher Schüler im Mai die lange Zugreise nach Mirebeau in Frankreich antreten und dort Kultur, Land und Leute kennenlernen werden.

„Es war ein toller Austausch und es hat wirklich alles bestens geklappt“, freute sich Organisatorin Maria Klement am Ende, „das war aber nur möglich, weil so viele Lehrer mitgeholfen haben. Neben der gesamten Fachschaft Französisch mit Katharina Marchl, Vera Bielmeier, Sabrina Kuhndörfer, Stefanie Kamm-Sitzberger und  Andrea Aulinger-Groß, hat auch unsere Mittelstufenbetreuerin Stephanie Wechsler wesentlich zum Gelingen beigetragen. Von der Schulleitung wurden wir ebenfalls hervorragend unterstützt.“ Auch den Familien, die die Austauschschüler freundlich aufgenommen und ihnen ein interessantes Programm geboten haben, dankte Klement für ihren Einsatz.

Andrea Maier-Rottler, Viechtacher Bayerwald-Bote