Unsere Forscherklasse beschäftigten sich in diesem Schuljahr intensiv mit einem Projekt zum Thema Wildbienen. Sandra Peter, Referentin der Umweltstation Viechtach, sowie die Rangerinnen Christina Frank und Heidi Heigl führten das Projekt durch.

Ursprünglich war eine Exkursion zum Wildbienenstand der Umweltstation Viechtach geplant, die aufgrund des schlechten Wetters jedoch kurzfristig abgesagt werden musste. Stattdessen wurde das Programm direkt an unserer Schule durchgeführt, was der Begeisterung der Schülerinnen und Schüler keinen Abbruch tat.

Zunächst erfuhren die Kinder viele interessante Fakten über die Lebensweise und die Bedürfnisse von Wildbienen. So lernten sie beispielsweise, dass viele Wildbienenarten ungewaschenen, lehmigen Sand für den Bau ihrer Bruthöhlen benötigen. Spielerisch konnten die Kinder ihr neu erworbenes Wissen anschließend in einem Zuordnungsspiel testen. Dabei legten sie bunte Glassteine auf Bildkarten mit verschiedenen Insekten und entschieden, welche davon ihrer Meinung nach zu den Wildbienen gehören. Im praktischen Teil des Projekts wurden anschließend Wildbienen aus Filzwolle gestaltet. Zunächst entstanden die Grundformen durch Nassfilzen in Schalen. Danach wurden die Bienen mit speziellen Filznadeln weiter bearbeitet und verfeinert. Das Trockenfilzen erwies sich dabei als durchaus anspruchsvoll und erforderte viel Geduld und Geschick. Stärken konnten sich die Schüler mit Honigbroten, bestrichen mit selbst aus Sahne geschüttelter Butter sowie Honig von Bienen der Umweltstation. Zwei Wochen später wurde das Projekt fortgesetzt.

Mit großer Freude vollendeten die Schülerinnen und Schüler ihre Filzbienen und konnten ihre selbst gestalteten Kunstwerke schließlich mit nach Hause nehmen. Das Wildbienenprojekt vermittelte nicht nur wertvolles Wissen über die Bedeutung dieser wichtigen Bestäuber, sondern bot den Kindern auch die Möglichkeit, kreativ zu werden und die Natur mit allen Sinnen zu entdecken.

Verena Eckl