Das P-Seminar „Frankreich hautnah erleben“ unter Leitung von Maria Klement wurde vergangene Woche mit dem P-Seminar-Preis des Kultusministeriums ausgezeichnet. Lest hier den Bericht aus dem Viechtacher Bayerwald-Boten (PNP) von Alexander Augustin:

Europa als gemeinsames, grenzübergreifendes Projekt. Es ist der Grundgedanke der EU und mehr denn je Auftrag für die Zukunft. Lebendig gemacht haben diesen im vergangenen Schuljahr 15 Schülerinnen und Schüler des Dominicus-von-Linprun-Gymnasiums. Im P-Seminar „Frankreich hautnah erleben“ haben die damaligen Elftklässler französische Kultur greifbar gemacht. Für ihr Engagement sind sie und ihre Lehrerin Maria Klement nun mit dem P-Seminar-Preis ausgezeichnet worden. Dieser wird jährlich vom Bayerischen Kultusministerium gemeinsam mit der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft (vbw), dem Bildungswerk der Bayerischen Wirtschaft (bbw) sowie der Eberhard von Kuenheim Stiftung der BMW AG vergeben. Am Donnerstagmorgen fand dazu in der Aula der Realschule ein Festakt statt.

Im Rahmen ihres P-Seminars organisierten die Oberstufenschüler Veranstaltungen am Gymnasium, die französische Feiertage und die damit verbundenen Bräuche erlebbar machten. So waren die Schüler durch Musikaufführungen bei der Fête de la Musique am 21. Juni hautnah dabei. Oder bei La Chandeleur (im deutschsprachigen Raum  Mariä Lichtmess) 40 Tage nach Weihnachten, der ganz im Zeichen des  Crêpes steht.

Die Teilnehmer  hätten damit nicht nur den europäischen Grundgedanken  und die deutsch-französische Freundschaft greifbar gemacht, lobte Schulleiter Martin Friedl. Sie hätten damit auch die Anforderungen eines P-Seminars vorbildlich erfüllt: ein Konzept ausarbeiten, Partner für die Umsetzung finden und es dann in die Praxis überführen.

Das lobte auch Peter Brendel, Ministerialbeauftragter für die Gymnasien in Niederbayern, in seiner Rede. Das P-Seminar „Frankreich hautnah erleben“ sei ein „echtes Stück gelebtes Europa“ gewesen – auch weil die Schülerinnen und Schüler mit hohem Engagement und großer Eigenverantwortung an der Umsetzung gearbeitet hätten. So sei ein Schlüssel zum Erfolg auch das Einbinden regionaler und überregionaler Partner gewesen. So standen Unternehmen aus Viechtach und Umgebung dem Projekt mit Wissen und Tatkraft zur Seite.

Fachlichen Input lieferte unter anderem Maximilian Fügen vom Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge. Er unterstützte die Schüler bei der Ausstellung zum Gedenktag anlässlich des Endes des Ersten Weltkriegs am 11. November. Dr. Marie Canteloube, Kulturattachée am Institut français in München, gewährte Einblicke in die deutsch-französischen Beziehungen und diplomatische Tätigkeitsfelder.

 

 

 

 

 

Die Liebe zum Detail, die schon das Projekt-Seminar prägte, zog sich auch durch die Feier der Preisverleihung. Hier luden die Schüler zum „Flug“ durch die Stationen des Projekts – Boarding-Pässe, Tomatensaft und Durchsagen inklusive. Moderiert wurde die Reise von Viktoria Müller sowie Laura und Lena Danzer.

Beim Festakt wurde zudem ein weiterer preiswürdiger Aspekt des P-Seminars deutlich. Es bezog in der Umsetzung immer wieder die ganze Schulgemeinschaft mit ein. Das spiegelte sich auch am Donnerstagmorgen wider: Der Unterstufenchor trug unter der Leitung von  Isolde und Michael Pollwein zur musikalischen Gestaltung der Feier bei, ebenso wie die Volksmusikgruppe des Gymnasiums unter der Leitung von Sonja Petersamer.

Alexander Augustin, Viechtacher Bayerwald-Bote vom 14.11.2025

Herzlichen Glückwunsch!