Jedem im Landkreis Regen ist bewusst: „Wir sind schlicht und ergreifend pleite.“ Daher stellen sich viele die Frage, wie es mit dem Landkreis in Zukunft weitergehen soll. Diese Frage beschäftigte auch die Schüler*innen unseres Gymnasiums. Vergangenen Dienstag hatten sie die Gelegenheit, diese und weitere Themen direkt mit Landrat Dr. Ronny Raith zu besprechen, der zu einem Besuch an die Schule gekommen war, um mit den Jugendlichen in den Dialog zu treten.

Ein Thema das die Schüler*innen besonders interessiert hatte, war die zukünftige medizinische Versorgung im Landkreis. Zurzeit gibt es zwei Krankenhäuser im Kreis, eines in Viechtach und eines in Zwiesel. Allerdings ist das Krankenhausgebäude in Zwiesel am Ende der Lebensdauer und früher oder später muss entschieden werden, wie es mit dem Standort weitergeht. Die Bürger des Landkreises fragen sich schon lange, wie es mit der medizinischen Versorgung in der Zukunft weitergeht, auch den Jugendlichen war dies ein wichtiges Anliegen. Der Landrat informierte die 12. Jahrgangstufe über den aktuellen Stand und fragte die Schüler*innen nach ihrer Meinung zu diesem Thema. Er kündigte an, dass die Entscheidung, die mit Spannung erwartet wird, noch in diesem Jahr fallen werde.

Weitere Punkte waren die aktuellen Debatten über die geplanten Windräder, um die Stromversorgung im Arberland zu sichern und einem möglichen Endlager für Atommüll im Bayrischen Wald. Bundesweit wird im Augenblick geprüft, welche Regionen grundsätzlich in Frage kommen. Auch der Bayrische Wald könnte aufgrund seiner Granitvorkommen ein denkbarer Ort sein.

Die Jugendlichen diskutierten mit dem Landrat nicht nur über kommunale Themen, sondern auch über bundespolitische Entscheidungen. Hier ging es konkret über den neu eingeführten Wehrdienst, der für junge Menschen ab dem Jahrgang 2008 gilt. Somit sind die Schüler der 12. Jahrgangsstufe direkt betroffen.

Dem Landrat war es ein großes Anliegen zu allen Themen die Meinung der Jugendlichen zu hören, um den Landkreis so gestalten zu können, dass sich alle Generationen wohlfühlen, auch die jungen Menschen.

Jonas Hartl, 12. Jahrgangsstufe