In der Woche vor den Pfingstferien hatten die Schülerinnen und Schüler der 8. Klassen, die als zweite Fremdsprache Latein gewählt hatten oder nicht am Austausch mit Frankreich teilnahmen, drei Tage lang die einmalige Gelegenheit, sowohl bei Workshops an der Schule als auch bei Exkursionen nach Künzing und Regensburg in die Welt der Römer einzutauchen.
Nina-Marie Vieth war eine davon. Sie zeigte sich begeistert von den verschiedenen Aktionen:
„Am Montag waren Mitarbeiter der Regensburger Organisation Cultheca, die auf Kulturvermittlung, Museumspädagogik und historische Bildungsarbeit spezialisiert ist, zu Gast an unserer Schule, um zwei verschiedene Workshops abzuhalten. Einerseits lernten wir die Technik der Freskomalerei kennen und durften eigene Fresken kreativ gestalten.
Andererseits beschäftigten wir uns mit der Architektur und Baukunst der Römer und bauten und gestalteten in einem praktischen Teil selbst Rundbögen. Dabei stellten wir schnell fest, wie aufwendig und gleichzeitig fortschrittlich die römische Architektur war.

An den folgenden Tagen ging es zusammen mit den Lehrkräften Herrn Fromholzer und Frau Häußermann-Lohmer nach Künzing und Regensburg. Das Museum Quintana in Künzing verbindet Geschichte, Archäologie und moderne Technik, sodass Besucher auf eine beeindruckende Zeitreise gehen und das Leben der Römer am Donaulimes, einem Teil des UNESCO-Welterbes, hautnah erleben können. Besonders spannend war die „Archäologie-Challenge“, bei der wir uns wie echte Archäologen fühlten.
Herausgefordert von Mr. Q mussten wir, ähnlich wie in einem Escape Room in Teams unter Zeitdruck originale Fundstücke analysieren: So fanden wir zum Beispiel heraus, welche Werkzeuge, die die Römer benutzten, heute noch erhalten sind, wir ordneten sie bestimmten Epochen zu, wir rüsteten einen römischen Soldaten aus und entschlüsselten viele geheime Hinweise, die uns dem Code näherbrachten, mit dem wir den Schatzschrank knacken konnten.
Einer Gruppe von uns gelang dies auch wirklich:
Am Mittwoch stand eine Fahrt nach Regensburg auf dem Programm, um dort zuerst bei einer Stadtführung die Altstadt mit Überresten aus römischer Zeit und anschließend das Historische Museum zu erkunden. Die Stadtführerin zeigte uns die gigantischen Quadersteine, die die Römer verwendeten, um ihre Bauten zu errichten, und erklärte uns, dass die Römer zum Transportieren von diesen bereits kranähnliche Holzobjekte verwendeten. Höhe- und Schlusspunkt unserer Führung war die Porta Prätoria, das ehemalige Nordtor des römischen Legionslagers „Castra Regina“, dessen Gründungsinschrift wir neben vielen weiteren archäologischen Fundstücken anschließend im Historischen Museum bestaunen konnten. Nach einem kurzen Rundgang durch das Museum durften wir, aufgeteilt in Gruppen, sogar selbst Stationen vorbereiten, um einen besseren Einblick in den römischen Alltag zu bekommen und diesen in einem Rollenspiel auszuprobieren.

Nach einer wohlverdienten Mittagspause beschäftigten wir uns am Nachmittag in einem Workshop noch mit dem Thema „Schule und Unterricht“ und versuchten uns mit Griffeln und Wachstafeln sowie mit Feder und Tinte in der römischen Schreibkunst.
Diese Aktionstage haben uns allen nicht nur Spaß gemacht, sondern haben uns auch die Geschichte der Römer lebendig nahegebracht. Wir würden deshalb dieses Erlebnis auf jeden Fall weiterempfehlen. Es war eine perfekte Mischung aus Kreativität, Wissenserwerb und Spaß.“
Nina-Marie Vieth, 8 a
